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Der Gemeindediener lief mit seiner großen Schelle, angetan mit langem Schoßrock und Dreispitz ernst und würdig durch die Gassen und rief:

"Hört, hört, Ihr Leut, ein gutes Bier, ein voll Faß wird heut aufgetan, kommt und labt euch am frischen Trunke!"

Seit wann im Brauhaus Bier gebraut wurde, ist nicht nachweisbar. Verbrieft ist allerdings, daß im Jahre 1652 ein "Brauknecht" in der Chronik erwähnt wird. Die Brautätigkeit dürfte 1868 aufgegeben worden sein. In diesem Jahr verkaufte die Stadt das Haus, welches in eine Gaststube umgewandelt wurde.

 

   

 

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erwarb es 1885 der Wagnermeister Johann Andreas Stötzer aus Friedrichroda und seit dieser Zeit ist es in ununterbrochenem Familienbesitz.
Sein Sohn Karl Andreas Stötzer begann ab 1893 durch Um- und Neubauten dem Haus im wesentlichen seinen heutigen Charakter zu geben. Aufgrund der "Gastronomischen Ausstattung des 19. Jahrhunderts" steht die Gaststätte unter Denkmalschutz.
Das Brauhaus war stets ein beliebtes Bier- und Speiselokal und diese langjährige Tradition ist für die Zukunft Aufgabe und Verpflichtung zugleich.
Lassen Sie sich, lieber Gast, mit Speis und Trank verwöhnen und fühlen Sie sich wohl in dieser "Altdeutschen Stätte".

 

Eines der ältesten Fachwerkhäuser des Ortes Friedrichroda, erstmalig im Jahre 1209 urkundlich erwähnt, dürfte das "Brauhaus über dem Bach" sein.
Viele Eintragungen in alten Büchern und Schriften berichten vom Bier. Der Rat von Friedrichroda ließ damals brauen, ebenso einige Bürger, die sogenannten "Biereigen". Meist wurde obergäriges Bier hergestellt, welches schon nach 10 Tagen zum Trunk bereitstand.

 
   

 

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